An einem sonnigen Tag machten wir uns mit einer bunt gemischten Truppe von insgesamt 15 Leuten auf den Weg zur Gurtisspitze in Österreich. Sogar ein tapferer Junge von ungefähr 13 Jahren war mit dabei und hat manchen Erwachsenen locker gezeigt, wie Wandern geht.
Gestartet sind wir gemütlich am kostenfreien Parkplatz in Gurtis – schön hintereinander im Gänsemarsch – und Schritt für Schritt ging es bergauf Richtung Gipfel. Das Wetter meinte es richtig gut mit uns: angenehme Temperaturen, gute Sicht und kein Tropfen Regen vorhergesagt.
Natürlich durfte unterwegs auch das Wichtigste nicht fehlen: regelmäßige kleine Pausen. Dabei konnten wir jedes Mal aufs Neue Elmars nagelneue Wanderstöcke bewundern. Sie sahen aus, als kämen sie direkt aus dem Schaufenster. Dass wir sie so oft erwähnt haben, hatte später allerdings einen guten Grund.
Nach einigen schweißtreibenden Höhenmetern erreichten wir schließlich den Gipfel – manche elegant und locker, andere leicht außer Atem und mit etwas mehr „Bergglanz“ im Gesicht. Natürlich haben wir uns auch im Gipfelbuch verewigt, damit die Nachwelt weiß, dass wir es tatsächlich bis nach oben geschafft haben.
Nach einer kurzen Vesperpause ging es weiter bergab Richtung Alpe. Und genau dort passierte das Drama des Tages: Beim ersten richtigen Einsatz bergab machte einer von Elmars nagelneuen Wunderstöcken schlapp … knack … abgebrochen. Nach dem ersten Mal! Die Stimmung schwankte irgendwo zwischen Mitleid und Lachanfall. Immerhin hatte der Stock bis dahin eine starke Karriere als Fotomodell hingelegt.
An der Alpe angekommen träumten wir schon von Kaffee und Kuchen. Allerdings mussten wir etwas improvisieren: Die Alpe war nicht bewirtschaftet, zumindest nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Statt Bedienung gab es Selbstbedienung – zur Auswahl standen Wasser, Saft oder Bier aus dem letzten Vorrat der Saison. Immerhin war alles schön im kalten Wasser gelagert. Man nimmt, was man kriegt.
Danach wanderten wir weiter und machten kurz vor dem Parkplatz noch einen Stopp beim kalten Fußbad. Manche liefen gleich drei Mal hintereinander durch, andere versuchten drei Mal mutig eine komplette Runde zu schaffen, bevor die Füße protestierten. Aber am Ende waren sich alle einig: Es hat richtig gutgetan.
Etwa 300 Meter weiter gab es dann tatsächlich endlich Kaffee. Kuchen leider nicht. Wahrscheinlich waren in der Region alle Kühe schon oben in den Bergen unterwegs, sodass keine Milch mehr übrig war, um Kuchen zu backen.
Alles in allem war es ein wunderschöner Tag: tolles Wetter, viel Gelächter, glückliche Gesichter und eine Wanderung, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird – genauso wie Elmars legendärer Wanderstock. 😂
Impressionen aus unseren letzten Aktivitäten: